Samstag, 22. Juli 2017

Platons Höhlengleichnis als Sinnbild für Fake News

Platons Höhlengleichnis

Das Platonische Höhlengleichnis bedeutet heute die Erkenntnis dem Irrtum von Menschen, welche in einer Scheinwelt gefangen sind und eine konstruierte Welt der Falschmeldungen für die wahre Welt halten. Die Wirklichkeit wird hier durch Scheinwelten verdrängt. Platons Höhlengleichnis wird hier zum Sinnbild für"Fake News" in der heutigen Welt.

Heute ist es nicht das Licht eines Feuers, das auf die Höhlenwand projeziert wird, sondern die gezielte Desinformation durch die Medien, welche die Menschen für die wahre Welt halten. Das Medium hierzu ist die Nachrichtenerstattung. "Fake News" sind die Projektionen einer Wahrheit, welche eine verfälschte Sicht der Dinge darstellt.

Das Platonische Höhlengleichnis berichtet davon, daß die Erkenntnis dem Irrtum von Menschen vergleichbar ist, die ihr ganzes Leben gefesselt in einer Höhle verbringen und die Schatten von Gegenständen, die das Licht eines Feuers auf die Höhlenwand projeziert, für die wahre Welt halten.

Das Platonische Höhlengleichnis ist eine Geschichte, die davon erzählt, daß den Menschen eine Welt künstlich vorgegaukelt wird, die sie für die wahre Welt halten. Es ist gleichsam die Urgeschichte aller Progaganda.

Samstag, 15. Juli 2017

Der freie Wille als ungeliebte Möglichkeit des Daseins


Wir sollen heutzutage ein selbstbestimmtes Leben führen, doch viele Menschen können mit dieser Freiheit nichts anfangen und neigen dazu, sich der Freiheit durch Flucht in andere Welten zu entziehen. Religionen sind fremdbestimmte Organisationen mit festen Ritualen. Der Islam ist ein gutes Beispiel für die Unterwerfung unter dem Willen Gottes.

Viele Menschen sind jedoch eher fremdbestimmt. In ihnen steckt der Wunsch, den freien Willen aufzugeben und einfach den Zielen anderer zu folgen. Die Fügung unter einen fremden Willen ist bei diesen Menschen sehr ausgeprägt. Hier ist der Wunsch, zu dienen, besonders ausgeprägt.

Es ist manchmal einfacher sich zu fragen: Was wird von mir verlangt, als was will ich. Natürlich ist dieser Wunsch unterschiedlich ausgeprägt, aber er scheint in uns zu schlummern.

Auf der anderen Seite gibt es auch Leute, welche die Kontrolle suchen, weil sie diese für ihre Herrschaft brauchen. Aus dieser Konstellation entstanden wohl Gruppen, Vereine, Reiche, Staaten, Kirchen.

Der freie Wille ist dann nur noch eine ungeliebte Möglichkeit des Daseins.
Nietzsche sagte: "Der freie Wille sei die größte Selbstgeiselung der Menschheit."

Samstag, 8. Juli 2017

Terroristen sind Geisterfahrer des Glaubens

Theodizee

Terroristen sind keine religiösen Menschen, sondern eher Nihilisten - dem Leben abgeneigte Menschen. Sie sind religiös Verirrte und so eine Art Geisterfahrer des Glaubens.

Doch ist es der religiöse Glaube an Autoritäten, der Menschen solche Gräueltaten verüben lässt. Terrorismus ist eine Form des radikalen Umganges mit dem Glauben, welcher jedoch die Religiösität negiert. Die im Namen der Religion des Islam verführten Gewaltmenschen werden im Grunde genommen mit einer robusten Antipathie für Religiöses ausgesattet.

Terroristen sind keine Freunde der Reflektion, sie hinterfragen nichts und stellen keine Fragen, die Religion in Verbindung mit Mord bringen.

Kaum jemand wird Fragen: Wie wäre es da, mal jenseits des Systems von Herrschaft zu denken? Wie wäre es da, endlich mal zu realisieren, dass es keine Autorität auf der Erden gibt, die zu Recht über dein Leben herrscht?

Was der Kirchen- und Glaubenskritiker Voltaire wohl darüber gedacht hätte? - "Écrasez l'infâme!" - "Zermalmt das Infame!" vermutlich

Literatur:

Der Mensch in der Revolte
Der Mensch in der Revolte
von Albert Camus


Samstag, 1. Juli 2017

Terrorismus und die Frage der Theodizee


Terrorismus ist eine Form des radikalen Umganges mit dem Glauben, welcher jedoch die Religiösität negiert. Terroristen sind keine religiösen Menschen, sondern eher Nihilisten - dem Nihilismus und damit dem Nichts zugewandte Menschen, die auch an nichts glauben, was mit Religion zu tun hat.

Der Terrorismus wirft die Frage der Theodizee und damit auch die Leidfrage auf. Die Frage nach dem Leid war und ist die große Frage an Gott. Wenn es ihn gibt, warum lässt er all das Leid zu? Warum hat er überhaupt eine Welt mit so viel Übel und Leid erschaffen? Warum lässt er Naturkatastrophen geschehen? Warum lässt er Gewaltverbrecher gewähren?

Theodizee heißt „Gerechtigkeit Gottes“ oder „Rechtfertigung Gottes“. Gemeint sind verschiedene Antwortversuche auf die Frage, wie das subjektive Leiden in der Welt vor dem Hintergrund zu erklären sei, dass ein (zumeist christlich aufgefasster) Gott einerseits allmächtig, andererseits gut sei.

Die Erschaffung Adams

Konkret geht es um die Frage, warum ein Gott oder Christus das Leiden zulässt, wenn er doch die Omnipotenz („Allmacht“) und den Willen („Güte“) besitzen müsste, das Leiden zu verhindern. Der Begriff théodicée (später deutsch „Theodizee“) geht auf den Philosophen und frühen Vordenker der Aufklärung Gottfried Wilhelm Leibniz zurück.

Das Leiden in der Welt ist durchaus mit der Existenz Gottes als auch mit der Theodizee vereinbar, denn man kann die Theodizee als Widerspruch konstruieren, der sich aus der Annahme ergibt, dass es Übel in der Welt gibt und Gott dennoch existiert:

Gott existiert und es gibt Übel in der Welt.
Wenn Gott existiert, dann ist Gott allmächtig.
Wenn Gott allmächtig ist, dann kann Gott das Übel verhindern.
Wenn das Übel existiert, dann kann Gott das Übel nicht verhindern.
Wenn Gott existiert und das Übel existiert, dann kann Gott das Übel verhindern und nicht verhindern. (Widerspruch)
Oder: Gott existiert nicht.

Nicht-christliche Weltreligionen haben einen anderen Umgang mit der Leidfrage. Und so herrschen auch verschiedene Lösungsansätze für die anderen Weltreligionen wie den Islam, das Judentum, den Hinduismus und den Buddhismus vor.


Weblink:

Theodizee - de.wikipedia.org


Literatur:


Theodizee in den Weltreligionen: Ein Studienbuch
Theodizee in den Weltreligionen: Ein Studienbuch
von Alexander Loichinger und Armin Kreiner


Blog-Artikel:

»Theodizee« von Gottfried Wilhelm Leibniz - Philosophenwelt-Blog - http://philosophen-welt.blogspot.com

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