Samstag, 31. Oktober 2015

Macht Arbeit noch Sinn?

Zu den vielen Sinnfragen der Philosophie und auch des Lebens gehört die Frage nach dem Lebenssinn in der Arbeit. Vielen berufstätigen Menschen stellt sich dabei die Frage: »Macht Arbeit noch Sinn?«

Kann man sich nur über die Arbeit definieren? Ich arbeite, also bin ich dementsprechend.

Wer seinen Lebenssinn in der Arbeit sucht, gibt sich damit bereits als Sklave unseres Zeitalters zu erkennen. Gefordert ist vielmehr ein radikaler Bruch mit der herrschenden Leistungslogik.

Dazu gibt es mehrere Ansätze und Haltungen wie z.B. Eskapismus. Für Byung-Chul Han liegt er in einer Besinnung auf die göttliche Zeit des Feierns und des Spielens.

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Die Hermeneutik ist die Lehre vom Verstehen



Verstehen ist eine Kunst und eine Wissenschaft für sich. Damit sich das auch so anhört, dachten sich die Gelehrten einen schicken Namen aus: Hermeneutik. Der Name leitet sich von einem flinken Griechen ab: Hermes. In der Philosophie bedeutet die Hermeneutik das Verstehen von Sinnzusammenhängen in menschlichen Lebensäußerungen aller Art. Die Hermeneutik ist die Lehre vom Verstehen mit einer eigenen Entwicklungsgesschichte.

Die Hermeneutik ist eine traditionsreiche Theorie über die Interpretation von Texten und über das Verstehen. Beim Verstehen verwendet der Mensch Symbole. Er ist in eine Welt von Zeichen und in eine Gemeinschaft eingebunden, die eine gemeinsame Sprache benutzt. Nicht nur in Texte, sondern in alle menschlichen Schöpfungen ist Sinn eingegangen, den herauszulesen eine hermeneutische Aufgabe ist.



In der Antike und im Mittelalter diente die Hermeneutik als Wissenschaft und Kunst der Auslegung (Exegese) grundlegender Texte, besonders der Bibel und Gesetze. In der Neuzeit weitete sich ihr Anwendungsbereich aus. Sie entwickelte sich zu einer allgemeinen Lehre von den Voraussetzungen und Methoden sachgerechter Interpretation und zu einer Philosophie des Verstehens

Mit der von Immanuel Kant entscheidend beförderten Einsicht in die Grenzen der menschlichen Erkenntnisfähigkeit stellte sich für die Hermeneutik seit dem 19. Jahrhundert unter anderem das Problem der geschichtlichen Gebundenheit menschlichen Denkens und Verstehens. Als einflussreichster Vertreter der philosophischen Hermeneutik im 20. Jahrhundert wendete Hans-Georg Gadamer diese Beschränkung ins Positive und stellte das Verstehen in den Zusammenhang eines prinzipiell nicht zu beendenden Gesprächs über die Deutung wichtiger Zeugnisse der geschichtlichen und kulturellen Überlieferung.

Samstag, 24. Oktober 2015

Was ist eigentlich Hermeneutik?



Philosophen hsben immer viel zu erklären und müssen daher viel verstehen. Kein Wunder also, das sich das Verstehen zu einer eigenen Lehre herausgebildet hat. Diese Lehre heisst Hermeneutik - benannt nach einem flinken griechischen Götterboten namens Hermes.

Verstehen ist eine Kunst! Und eine Wissenschaft für sich. Damit sich das auch so anhört, dachten sich die Gelehrten einen schicken Namen aus: Hermeneutik.Der Name leitet sich von einem ganz besonders flinken Griechen ab: Hermes. Im Gegensatz zu heute hat der aber keine Pakete ausgeliefert, sondern göttliche Nachrichten überbracht.

Und weil die Götter immer nur unverständliche Fachchinesisch – oder besser Fachgriechisch – von sich gaben, war es nicht nur Hermes Aufgabe, diese Botschaften zu überbringen, sondern sie auch zu deuten. In der Philosophie bedeutet die Hermeneutik das Verstehen von Sinnzusammenhängen in menschlichen Lebensäußerungen aller Art. Sie hilft, die Fehler der Kommunikation aufzuzeigen und wenn möglich zu umschiffen.Denn wir meinen ja nicht immer, was wir sagen!

Diese psychologische Ebene wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Deutschen Wilhelm Dilthey noch verfeinert. Für besonders wichtig hielt er die Situationen und Einflüsse, die unseren Verfasser geprägt haben. Denn es ist ein Unterschied ob ein Tourist, der auf der Suche nach der nächsten Frittenbude ist, sagt: "Ich bin am verhungern" oder ein afrikanisches Kind aus der Sahel Zone! Allerdings kann das dazu führen dass wir plötzlich glauben, den Autor besser verstehen zu können, als er sich selbst.

Und das führt bei Hans-Georg Gadamer dazu, dass er die Lehre quasi umdrehte. Hermeneutik ist für Gadamer mehr Geschehen als Verstehen. Sie ist die besondere Art und Weise, in der Überlieferungen, Traditionen und Werte erhalten und weiterentwickelt werden. Durch das Lesen und Auslegen von überlieferten Texten, vor allem auch durch ihre Neuinterpretation, können wir wertvolle Erkenntnisse für die Gegenwart gewinnen.

Samstag, 17. Oktober 2015

Weisheit und Wahn – Friedrich Nietzsches Schicksalsjahr 1888

Weisheit und Wahn – Friedrich Nietzsches Schicksalsjahr 1888 Prägt die Krankheitsgeschichte eines Künstlers sein Werk? Verschränkten sich bei Friedrich Nietzsche Weisheit und Wahn? Noch immer ist umstritten, wie und wann Nietzsches finale Hirnerkrankung begann. Hat sie seine letzten Werke von 1888 beeinflusst, deformiert? Ist in ihnen die Krankheit schon manifestiert, ablesbar?

Samstag, 10. Oktober 2015

Susan Neiman tritt für das "Prinzip Hoffnung" ein



Die amerikanische Moralphilosophin Susan Neiman tritt für eine neue Sicht auf die "Aufklärung" ein - und damit für einen Begriff von Vernunft, der auch die Hoffnung einschließt. Susan Neiman tritt für das "Prinzip Hoffnung" ein.

Das Scheitern des Kommunismus hat die Linke so gelähmt, dass sie meint, allen Idealen abschwören zu müssen und nicht mehr im Namen moralischer Werte, wie etwa der Gerechtigkeit, agieren zu können.
Diese politische Gegenwartsdiagnose nimmt Neiman zum Anlass, das Verhältnis von Moral und Politik auf einer philosophischen Ebene zu ergründen.

"Hoffnung zeigt uns wie die Welt sein sollte und eröffnet die Chance, diesem Ideal näher zu kommen. Das ist eine Möglichkeit, eine Haltung zu entwickeln, die weg vom Zynismus und hin zur Hoffnung führt - und eben zu einem reifen Idealismus."

In Amerika war der Moralbegriff sehr eng mit George W. Bush verbunden, erklärt Susan Neiman. Mit Barack Obama ist jedoch eine Wende angebrochen ist - auch wenn bisher die Linke über das Stadium des Materialismus noch nicht hinausgekommen ist.

"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral", heißt es in Brechts sarkastisch-materialistischer Weltformel. Doch Susan Neiman hält dagegen. Sie zeigt, dass der Mensch ohne Moral geistig wie seelisch verhungert. Wer es aufgibt, über Moral nachzusinnen, gibt sich viel zu früh zufrieden. Und: Aufgeklärte Ehrfurcht nährt sich nicht aus Angst, sondern aus Bewunderung, Bescheidenheit und Dankbarkeit für das Sein selbst.

Samstag, 3. Oktober 2015

Die Menschheit hat also das Denken gänzlich verlernt

Der aktuelle Verstand wird von der Vernunft regiert, die einmal aufgestellten Regeln strikt zu befolgt, ohne jemals geprüft zu haben ob, die Regeln der tatsächlich vorherrschenden Realität entsprechen.

So erschuf sich die Menschheit vor langer Zeit eine Daseinsbeschreibung, die jeder Natürlichkeit entbehrt und trotzdem kann der Fehler vom Verstand, der auf der Vernunft beruht, nicht ausgemacht werden.

Die Menschheit hat also das Denken gänzlich verlernt und agiert lediglich nur innerhalb irgendwelcher aufgestellten Regeln, von denen kein Mensch mehr weiss, warum sie eigentlichen gelten.

Weblink:
Vernunft ist selbstgesteuertes Denken - Politikprofiler-Blogspot - politikprofiler.blogspot.com