Sonntag, 3. Oktober 2010

»Vita activa oder Vom tätigen Leben« von Hannah Arendt

Vita activa oder Vom tätigen Leben


»Vita activa oder Vom tätigen Leben« ist das philosophische Hauptwerk der deutsch-amerikanischen Philosophin und Gelehrten Hannah Arendt. Die auf Vorlesungen beruhende Arbeit wurde zunächst 1958 in den USA unter dem Titel »The Human Condition« veröffentlicht. Die deutsche Fassung erschien 1960, von ihr selbst übersetzt. Darin befasste sich Hannah Arendt mit den Auswirkungen der modernen Gesellschaft auf den Menschen.

Hannah Arendt zeichnet hier ein umfassendes Bild des tätigen Menschen. Sie unterscheidet dabei drei Typen menschlicher Aktivität: die Arbeit, das Herstellen und das Handeln. Arendt analysiert, daß seit dem Beginn der Moderne die Arbeit zu Lasten der politischen Handlungsfreiheit überhöht wird.

Hannah Arendts politische Theorie kritisiert die Reduktion tätigen Lebens auf Arbeit und Konsum und insistiert auf dem Freihalten und der Erweiterung der Öffentlichkeit.

»Dem Menschen den notwendigen Raum für die Politik, das heißt für das freie Handeln offenzuhalten, dies war das wesentliche Ziel von Hannah Arendts politischer Theorie.«
Kurt Sontheimer
Sie beschäftigte mit dem brisanten Thema: Macht die moderne Gesellschaft den Menschen vom "homo faber", dem selbstbestimmten Arbeitstier und Schöpfer von Dingen, zurm Arbeitstier, von dem nur noch automatisches Funktionieren verlangt wird?

Weblink:

Vita activa oder Vom tätigen Leben
Vita activa oder Vom tätigen Leben
von Hannah Arendt

Mittwoch, 29. September 2010

https://philosophen-welt.blogspot.com/2010/09/aphorismen-zur-lebensweisheit-von.html»Aphorismen zur Lebensweisheit« von Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer war Mitte des 18. Jahrhunderts ein großer Modephilososph. Das Miteinander des philosophischen Großversuches und geschliffenen Aphorismus in Form einer Lektüre haben ihn damals so überaus populär gemacht.

Die Arbeiten, die Schopenhauer eigentlich erst näher in der Öffentlichkeit bekanntmachten, waren die kleinen philosophischen Schriften, denen er den Titel »Parerga und Paralipomena« gab. Die bei weitem bedeutendste Abhandlung, ja man könnte wohl sagen, den eigentlichen Kernpunkt dieser Schriften, bildet.

Aphorismen zur Lebensweisheit

Eine seiner bedeutendsten Schriften ist »Parerga und Paralipomena«, welche seine berühmten »Aphorismen zur Lebensweisheit« enthalten. Als bedeutendste Abhandlung in »Parerga und Paralipomena« gelten die sechs zusammenhängenden Kapitel, die Schopenhauer unter dem Titel »Aphorismen zur Lebensweisheit« zusammenfasste. Kein Werk Schopenhauers hat eine derart breite Leserschaft gefunden wie seine Aphorismen zur Lebensweisheit.

Diese Aphorismen sind eine Lektüre zur Lebensweisheit. Der Leser wird angehalten, aus den aufgezeigten Fehlern zu lernen. Dazu gibt ihm Schopenhauer Regeln mit auf den Weg, wie er sich gegen sich selbst und seinen Mitmenschen sowie dem Schicksal gegenüber verhalten sollte.

Kommentar:

Arthur Schopenhauers Aphorismen zur Lebensweisheit - www.aphorismus.net

Dienstag, 21. September 2010

Arthur Schopenhauer 150. Todestag


Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer starb am 21. September 1860 in Frankfurt am Main. Schopenhauer gilt als Vertreter des Pessimismus, der das Leben als Leiden definiert. Seine letze Ruhestätte befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.

Arthur Schopenhauer lebte in einer großen philosophischen Zeitepoche und konnte z.B. Kant und Goethe noch persönlich kennen lernen. Beide waren von Schopenhauer beeindruckt, wobei Kant ihm den Weg ebnete, um als Philosoph seinen ersten Durchbruch zu erlangen.

Schopenhauers Denken wurde stark geprägt zum einen von Platon, insbesondere von dem sogenannten "Höhlen-Gleichnis". Dort zeigt sich für ihn eben das "Erkennen", das zugleich ein "anderes Sein" bedeutet. Es ging für Schopenhauer nicht mehr darum die Gegenstände besser zu sehen, sondern in der Sonne zu sein.

Zum anderen wurde er geprägt durch den großen Philosophen Kant. Unabhängig von dem damaligen Zeitgeist geht er, geprägt von diesen beiden philosophischen Polen seinen eigenen Weg. Seine Gedanken sind mutig, denn er ist ein großer Denker, der auch die Schwachstellen der großen anderen Philosophen (wie z.B. die von Hegel und Fichte) erkannte und der gegen die vom Zeitgeist favorisierte Vernunftreflektion, mehr die Rolle der verständigen Anschauung betonte.

Arthur Schopenhauer war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer des 19. Jahrhunderts. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Philosophen und als ein Vertreter des Pessimismus und Wegbereiter des Existenzialismus und der Moderne.

Schopenhauer gilt in der Philosophie des 19. Jahrhunderts als Modernisierer. Das Ideal vom vernunftgeleiteten Menschen verwarf er und sprach dem triebgesteuerten Menschen den freien Willen ab. So wurde er auch zu einem Wegbereiter der Pychoanalyse.

Mitte des 19. Jahrhunderts galt Arthur Schopenhauer als grosser Modephilosoph. Das Miteinander des philosophischen Großversuches und geschliffenen Aphorismus in Form einer Lektüre haben ihn so überaus populär gemacht.

Wer die Welt in Begriffe fasst, bleibt hinter dem Eigentlichen zurück, nur der Blick auf den Leib bringt die essenzielle menschliche Triebkraft zutage, den Willen. Schopenhauer sieht dan Willen als Triebfeder des Menschen an.

Die Welt als Wille und Vorstellung.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören sein philosophisches Hauptwerk »Die Welt als Wille und Vorstelllung« (1819), »Ueber den Willen in der Natur« (1836) und die »Parerga und Paralipomena« (1851) mit den »Aphorismen zur Lebensweisheit«.

In seinem Lebenswerk »Die Welt als Wille und Vorstellung« wird als Ursprung allen menschlichen Seins der im Körper ruhende Wille genannt. Er folgt dem Wollen - Verstand und Vernunft verfügen über rein dienende Funktion. Schopenhauers Ausführungen über die Freiheit unserer Willensentscheidungen heben auf die Kausalität ab, d.h. das Verhalten oder Handeln folgt einer vorgelagerten Wahrnehmung.

Schopenhauers Leben war nahezu ausschließlich seinen philosophischen Arbeiten gewidmet - Beziehungen zu Frauen und zu den Wegbegleitern aus Literatur und Philosophie überschreiten nie eine Grenzlinie, die weit vor Freundschaft gezogen ist.

Schopenhauer war aufgrund seines väterlichen Erbes nicht auf den täglichen Broterwerb angewiesen; daher wehrt er sich gegen alle möglichen finanziellen Verluste durch betrügerische Banken und verleugnet aus Sorge um sein Vermögen alle durch die Revolution von 1848 in die Wege geleiteten Reformbemühungen. Sein Geiz läßt ihn auch die Loyalität gegenüber Mutter und Schwester vergessen.

Schopenhauer bevorzugte einen aufgeklärten monarchischen Absolutismus, weil sich nur so die Menschen zügeln und regieren ließen. Er sprach von einem „monarchischen Instinkt im Menschen“.

Weblink:

Arthur Schopenhauer - Biografien-Portal - www.die-biografien.de

Literatur:

Die Welt als Wille und Vorstellung
Die Welt als Wille und Vorstellung
von Arthur Schopenhauer

Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie
Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie
von Rüdiger Safranski

Mittwoch, 18. August 2010

Der alte Mann, das Öl und das Meer

Michel Serres


»Wenn jemand sagt, dass das Meer die gleichen Rechte haben sollte wie der Mensch, das ist er entweder leicht verrückt oder aber ein Philosoph.«.

Michel Serres geht aber noch einen Schritt weiter. Er fordert, dass ein internationales Gerichtsverfahren das Meer wegen der Ölpest im Golf von Mexiko gegen das Unternehmen BP vorgehen darf und dass das Meer den Öl-Konzern BP verklagen muss. Das Meer soll von einem Rechtsanwalt repräsentiert werden, der die Rechte einklagen soll, die BP grob fahrlässig verletzt hat.

Der Philosoph Michel Serres geht den Dingen auf den Grund - in diesem Fall den Beziehungen zwischen Mensch und Natur. In seinen Büchern behandelt er dieses Thema vor allem unter dem juristischen Aspekt. Er sieht und versteht sich als »Anwalt der Natur« und versucht, der vom Menschen so parasitär benutzten Natur eine Stimme zu verleihen. Er fordert nichts Geringeres als einen neuen »Contrat social«. In der besten Tradition von Jean-Jacques Rousseau will der Philosoph einen neuen »Contrat social« zwischen Mensch und Natur aushandeln.



Der Naturvertrag von Michel Serres Michel Serres ist fast 80 Jahre alt und einer der berühmtesten Philosophen Frankreichs. Von ihm stammen Bücher wie »Der Parasit« und »Atlas«. Sein Nachdenken über die Verbrechen des Menschen an der Erde hat er in einem Werk niedergeschrieben, das 1994 in Deutschland unter dem Titel »Der Naturvertrag« erschienen ist und heute wieder so aktuell ist, dass es nun vergriffen ist.

Weblinks:

Michel Serres-Portrait - Wikipedia - de.wikipedia.org

Michel Serres-Portrait - GEO (FR) - www.geo.fr

Der Naturvertrag von Michel Serres
Der Naturvertrag
von Michel Serres

Donnerstag, 8. Juli 2010

Ernst Bloch zum 125. Geburtstag

Ernst Bloch


Ernst Bloch gilt als einer der bedeutendsten deutschen Denker des 20. Jahrhunderts. Ernst Bloch war ein marxistischer Philosoph und sein Denken war dem gesellschaftlichen Fortschritt verpflichtet. Der Denker und Philosoph wäre am 8. Juli 2010 125 Jahre alt geworden.

Ernst Bloch ist ein »Philosoph der konkrete Utopie« und des Prinzips der Hoffnungen. Im Zentrum seines Denkens steht der über sich hinausdenkende Mensch. Hoffnung ist eines der Worte, die Ernst Blochs philosophisches Denken gut beschreiben. Sein ganzes Leben lang beschäftigte er sich mit der utopischen Vorstellung eines Reiches der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Blochs Philosophie ist marxistisch geprägt und gründet auf der Vorstellung, dass die Hoffnung den Lauf der Geschichte verändern wird. Dass diese Hoffnung in der Geschichte immer wieder enttäuscht wurde, tat der Wirkung von Blochs Philosophie keinen Abbruch. Bloch verband eien konkrete Utopie mit chiliastischer Heilserwartung und hatte mit seinen Vorstellungen eines über sich hinausdenkenden Menschen den Nerv einer jungen Generation getroffen.

Ernst Bloch. Gesamtausgabe in 16 Bänden Als überzeugter Marxist sah er den Sozialismus dem Kapitalismus aufgrund eines höheren Utopiegehalts überlegen. In seinem Hauptwerk »Das Prinzip Hoffnung« prophezeite Ernst Bloch eine zukünftige bessere und friedliche Welt. Ausgangspunkt ist dabei der über sich hinausdenkende Mensch, der die Welt dahingehend verändern wird. Der Fortschrittsdenker Ernst Bloch entwickelte mit seiner Philosophie eine konkrete Utopie, die sich letztlich nicht erfüllt hat. Zweifel an seiner Utopie bekam Bloch nie, aber dennoch war die Zeit noch nicht reif genug für seine fortschrittlichen Ideen.

In seinen Werken beschäftigte sich Ernst Bloch auch mit der Verknüpfung von Sozialismus und Glauben. Dabei war der Bezugspunkt seiner Philosophie ein jüdisch-christlicher Chiliasmus - ein endzeitlicher Glaube. Bloch hatte mit seinen Ideen nicht nur Einfluss auf Philosophen oder Soziologen wie etwa Rudi Dutschke. Gerade katholische und evangelische Theologen griffen seine Denkanstöße auf. Dennoch entfaltete seine Philosophie eine andere als die von ihm vorausgesagte.

Obwohl Bloch als Marxist zu Beginn seiner Zeit in Leipzig Sympathien für den Sozialismus der DDR hatte, geriet er mit der SED immer mehr in Konflikt, weil seine Philosophie nicht in das Weltbild der SED-Führung passte. Seine philosophischen Ideen wurden von den realen Sozialisten als "antimarxistisch" und "revisionistisch" bezeichnet und heftig angegriffen. Von einem Besuch in der Bundesrepublik kehrte Bloch 1961 nicht zurück und ließ sich stattdessen in Tübingen nieder. Dort lebte er bis zu seinem Tod am 4. August 1977.

Weblink:

Das Prinzip Hoffnung - Zum 125. Geburtstag von Ernst Bloch Ernst Bloch - Gesamtausgabe in 16 Bänden

Sonntag, 20. Juni 2010

»Die Gedanken« von Blaise Pascal

Blaise Pascal

»Die Gedanken« (»Les Pensées«) sind ein Werk von Blaise Pascal (1623–1663) und einer der meistgelesenen philosophischen bzw. theologischen Texte der europäischen Geistesgeschichte. Seine »Gedanken« gelten den großen Fragen der Menschheit und sind eindrückliche Zeugnisse eines tief im Glauben wurzelnden Geistes.

Der geniale französische Physiker und Mathematiker arbeitete während seiner letzten Lebensjahre an einer Schrift zum Christentum, die jedoch unvollendet blieb. Es handelt sich bei den »Gedanken« um kein geschlossenes, fertiges Werk, sondern um eine von Ausgabe zu Ausgabe divergierende Zusammenstellung von Notizen aus dem Nachlass des Autors.

Die Notizen entstanden ab ca. 1657 und dienten der Vorbereitung eines Werkes zum Lob und zur Rechtfertigung des christlichen Glaubens aus der Sicht eines Jansenisten.

Acht Jahre nach seinem Tod erschienen Pascals Aufzeichnungen erstmals in einer Buchausgabe. Sie wurden erstmals 1670 unter dem Titel »Pensées sur la religion et autres sujets« von Freunden Pascals auszugsweise und unter Herstellung einer vermeintlich sinnvollen Ordnung veröffentlicht.

Weblink:

Gedanken
Gedanken
von Blaise Pascal

Sonntag, 10. Januar 2010

Platons Dialoge

Der griechische Philosoph Platon hat seine Philosophie in literarisch gestalteten Dialogen dargelegt. Platons Meisterdialoge und seine fiktive Verteidigungsrede des Sokrates (»Apologie«) gelten als Meilensteine in der Geschichte der Philosophie.

Platons überlieferte Dialoge seines Lehrers Sokrates' mit seinen Gesprächspartnern zeigen und berichten über die Werte und Ansichten im Leben und Handeln seiner Zeit.

Abwechslungsreich und sehr unterhaltsam streitet Sokrates über die Lehrbarkeit der Tugend im 'Protagoras'. Lange und nachdenklich wird im 'Phaidon' über die Unsterblichkeit der Seele gesprochen.

In den Dialogen geht es um Eros, Liebe, Wahrheit und um das Schöne geht es im 'Gastmahl' und im 'Phaidros'. Außerdem zu erwähnen sind die Dialoge 'Theaitetos', 'Philebos' und 'Sophistes'.

Weblink:

Die großen Dialoge
Die großen Dialoge
von Platon

Samstag, 9. Januar 2010

Seneca und seine Lehre vom glücklichen Leben

Seneca war ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann und als Stoiker einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit.

Sein humanitär grundiertes Denken kreist um die Kunst der Lebensführung, die zu Seelenruhe und innerer Freiheit führt.

Wie die späte Stoa überhaupt, befasste sich Seneca vornehmlich mit Fragen der rechten Lebensführung, insbesondere mit der Ethik. Er war ein Stoiker, dessen Ziel es war, gelassen den Lebensplatz zu finden.
Als höchstes Gut galt auch ihm die Tugend, unabdingbare Grundlage und Begleiterscheinung der heiteren Gelassenheit und der Seelenruhe, der stoischen Inbegriffe menschlichen Glücks.

„Alle wünschen sich ein glückliches Leben“, schrieb der römische Dichter und Staatsmann Seneca. Das Glück habe nichts mit Reichtum oder dem Urteil der Menschen zu tun, sondern sei geistiger Natur, urteilte Seneca.

Der Glückliche verachte, was allgemein bewundert wird, „kennt keinen, mit dem er tauschen möchte“ und „beurteilt einen Menschen nur nach seinem menschlichen Wert“, lehrte der Stoiker Seneca.

Samstag, 2. Januar 2010

Die Regel der Einheit von Lehre und Leben in der Philosophie

Früher galt in der Philosophie die praktische Regel der Einheit von Lehre und Leben. Wer ein Philosoph sein wollte, der musste auch ein philosophisches Leben führen. Früher erbrachte der Philosoph den Beweis, ein solcher zu sein, indem er ein philosophisches Leben führte.

Dieses Prinzip galt lange Zeit, nämlich die gesamte Antike hindurch, bevor Chnristentum und Universitäten die Philosophen erst zu Theologen und später zu Professoren machten - in anderen Worten zu Erleuchteten und Pedanten.

Das über tausendjährige Bestehen dieses Systems hat in der Welt der Spuren hinterlassen. Erleuchtung und Engstirnigkeit ergaben, ohne einander zwingend auszuschließen, ein fürchterliches Gebräu, daß viele vernünftige Menschen zur Abkehr von dieser erhabenen Disziplin brachte.

Freitag, 1. Januar 2010

Mit den Dialogen Platons nahm die Philosophie ihren Anfang

Die großen Dialoge
Die großen Dialoge
Mit den Dialogen Platons nahm die Philosophie ihren Anfang. Platons Ideen verdankt die Philosophie ihren anhaltenden Ruhm als Form des dialogischen Denkens und methodischen Fragens, dem es um die Anleitung zum richtigen und ethisch begründeten Handeln geht.

Im literarischen Dialog, der den Verlauf einer gemeinsamen Untersuchung nachvollziehen lässt, sah er die allein angemessene Form der schriftlichen Darbietung philosophischen Bemühens um Wahrheit.



Aus dieser Überzeugung verhalf er der noch jungen Literaturgattung des Dialogs zum Durchbruch und schuf damit eine Alternative zur Lehrschrift und zur Rhetorik als bekannten Darstellungs- und Überzeugungsmitteln. Dabei bezog er dichterische und mythische Motive und Ausdrucksformen ein, um Gedankengänge auf spielerische, anschauliche Weise zu vermitteln.

Zugleich wich er mit dieser Art der Darbietung seiner Auffassungen dogmatischen Festlegungen aus und ließ viele Fragen, die sich aus seinen Annahmen ergaben, offen bzw. stellte deren Klärung den Lesern, die er zu eigenen Anstrengungen anregen wollte, anheim.

Weblink:

Die großen Dialoge
Die großen Dialoge
von Platon