Samstag, 21. November 2020

Der alte dogmatische Glaube ist tot


Der alte bekannte überlieferte und eingeprägte Gott der Christen, etwa die Trinität, Jesus als Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinweg nimmt, nicht mehr lebendig ist und nicht mehr innerlich verehrt und akzeptiert wird. Darüber gibt es eigentlich keine Diskussion, das ist auch empirisch erwiesen: Der alte dogmatische Glaube, der zum Dogma erstarrte Glaube, ist tot. Dogmen sind bei den Menschen nicht mehr gefragt. Jeder macht sich seine persönliche „Glaubensmelange“.

Man werfe heute nur ein Blick in die Kirchen am Sonntag: der Gottesdienst-Besuch lässt in ganz Europa ständig nach. In manchen Ländern geht er gegen Null. Die dort verbreiteten Gotteslehren und oft auch in eins mit Morallehren sind nicht mehr nachvollziehbar. Das Mönchleben und die Orden sterben aus. Große Begeisterung, Pfarrer zu werden, ist kaum zu spüren, viele theologische Fakultäten stehen etwa in Deutschland vor der Schließung.

In früheren christlichen Zeiten galt ein ohne Glaube geführtes Leben als sinnlos und ohne Gott als Sünde. Heute ist Gott in den Herzen der Menschen nicht mehr lebendig.

Alle Religionen, die es nicht mehr gibt, wurden von den guten Religionen , entweder missioniert oder massakriert. z.B. im Fall von den Maya wurden sie von den Christen massakriert oder missioniert , weil der christliche Gott natürlich besser ist. Das ist das Grundmerkmal einer guten Religion, daß der liebe Gott nicht nur barmherzig , sondern auch besser bewaffnet ist.

Woran kann man überhaupt noch glauben? Wir brauchen den Glauben weil er uns tröstet, im Angesicht unserer Sterblichkeit und weil die Welt schlecht ist. Das ist ja für viele die höchste göttlich Wahrheit. Das stimmt nicht. Das ist ein Irrglaube. Dieser Irrglaube hat die größte Glaubensgemeinschaft in Deutschland. Der Orden der Jammerlappen.

Die Welt ist besser als wir glauben, aber wir kriegen das nicht mit, weil sich unser Glauben nicht an Fakten orientiert sondern an dem was man so erzählt. Deshalb sind wir so empfindlich wenn jemand an unserem Glauben zweifelt, weil damit unser Weltbild zerstört wird. Was Nietzsche empört hatte war, dass alle so weiter machen und weiter leben wie bisher, als sei dieser Gott gerade nicht tot. Sie flüchten in den Schein und den Selbstbetrug.

Aber dieser verstorbene Gott war früher sozusagen der oberste Garant einer Werte – Ordnung: „Für Gott und Vaterland“, man erinnert sich an den Spruch; Gott ist die oberste Wahrheit; alles Erkennen geschieht in göttlichem Licht; Gott ist der Schöpfer der Welt usw.

Wenn dieser Gott der obersten Werte und vertrauten Weltbilder tot ist, dann bricht eine Welt zusammen. Dann wird den Menschen der Boden entzogen. Der antike Philosoph Plotin lehrte, daß die Welt nicht verachtet werden darf, weil Gott in ihr wohnt.

Weblink:

Nietzsche - gefährlich anregend. Ein Vortrag im religionsphilosophischen Salon - Religionsphilosophischen Salon

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