Samstag, 12. August 2006

Friedrich Nietzsche in Sils-Maria

Getrieben von seinen Krankheiten auf der ständigen Suche nach für ihn optimalen Klimabedingungen, reiste Friedrich Nietzsche nun viel und lebte von 1881 bis 1889 als freier Autor an verschiedenen Orten. Im Sommer hielt Friedrich Nietzsche sich meist in der für ihn klimatisch günstigen Sommerfrische des Oberengadin von Sils-Maria auf.

Haus in Sils-Maria, in dem Nietzsche während der<br />
Sommermonate 1881–1888 ein Zimmer bewohnte
Haus in Sils-Maria, in dem Nietzsche während der
Sommermonate 1881–1888 ein Zimmer bewohnte.

Nietzsche-Stein bei Silvaplana

Der Nietzsche-Stein bei Surlej im Oberengadin. Dieser berühmte
Stein soll Nietzsche nach eigenen Angaben 1881 zur Grundkonzeption des
Zarathustra angeregt haben,

Weblinks:

Silvaplana - Wikipedia.org

Friedrich Nietzsche - Wikipedia.org

Sonntag, 6. August 2006

Nietzsches Wanderung, die zur Erleuchtung wurde


Der Wanderer Friedrich Nietzsche unternahm vor 125 Jahren am 6. August 1881 einen Spaziergang, der zu dem wichtigsten Spaziergang seines Lebens werden sollte.

Am Silvaplana See im Oberengadin in der Schweiz ereilte ihn eine Erleuchtung wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Für Nietzsche war dies in einschneidendes Erlebnis. Verzückt von seinem Gedanken erklärte er den mächtigen Felsen am Seeufer, vor dem er stand, zu seinem "Erleuchtungsfelsen".

Surlej-Felsen bei Sils Maria


Mit großem Pathos beschrieb der damals 36-jährige Friedrich Nietzsche den besonderen Moment, den der erleuchtete Philosoph heute vor genau 125 Jahren im schweizerischen Engadin erlebte: "Man muss Jahrtausende zurückgehen, um eine ähnliche Inspiration zu entdecken".



Am Samstag, dem 6. August 1881, war Nietzsche wie so oft zuvor zu einem Spaziergang vom gemieteten Zimmer im Dörfchen Sils-Maria zum Silvaplanersee aufgebrochen. Unweit der Ortschaft Sils Maria Surlej, rund fünf Kilometer von seinem Sommerquartier entfernt, passierte er einen eindrucksvollen Felsblock.

Anhänger des Philosophen haben den "Erleuchtungsfelsen" am malerischen Silvaplana See zum Weiheort erhoben. Neben dem imposanten Felsbrocken schichten sie seit Jahren Stelen aus Holz oder Steinen auf, Dutzende davon stehen wie Denkmäler am Ufer.