
Wahrscheinlich hat kein anderer Philosoph so wild wie er gelebt. Jean-Jacques Rousseau führte ein recht wildes Leben, dass ihn jedoch nicht an fundamentalen Erkenntnissen hinderte.
Doch trotz aller Turbulenzen in seinem Leben entwickelte er Ideen, die ihn zum Wegbereiter der Französischen Revolution machten und deren Gedankengut später grundlegend für die moderne Gesellschaft wurde.
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In seiner Schrift »Entstehung der Ungleichheit unter den Menschen« analysierte er, was schief gelaufen war, nachdem der Mensch den Naturzustand verlassen hatte.
Zwar forderte er kein »Zurück zur Natur«, wie ihm oft unterstellt wurde, aber doch eine grundlegende Korrektur der gesellschaftlichen Verhältnisse.
Sein Aufruf »Zurück zur Natur« hat viele Wissenschaftler geprägt und spätere Gegenbewegungen zur Industrialisierung ausgelöst.
Auch heute noch wird über Rousseau heftig debattiert. Philosophie und Politik, Theologie und Pädagogik verdanken ihm viele Anregungen. Öko- und Friedensbewegung und politische Utopisten orientieren sich bis heute an ihm.
Literatur:

Zurück zur Natur?: Das wilde Leben des Jean-Jacques Rousseau von Christiane Landgrebe
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