Bei Jacques Derrida handelt es sich um einen aus der Gilde französischer Philosophen aus den 1960er/1970 er Jahren, die weit über ihre Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erlangten mit ihren Ideen. Sie können als Kontrastfolie zur Frankfurter Schule um Adorno, später Habermas betrachtet werden. Dazu gehören Lyotard, Baudrillard, Serres, Deleuze, Guattari, Foucault. Was diese Denker alle auszeichnete, war ihre dichte Beschreibung, über die Leser tagelang, nächtelang sitzen konnten, bis sie halbwegs verstanden hatten, was die Autoren wollten.
Seiner Ansicht nach ist die traditionelle Suche der westlichen Philosophie nach einem metaphysischen Sinn vergeblich. Derrida lehnte die klassischen philosophischen Standpunkte ab und forderte als Alternative die Analyse der Sprache.
Jacques Derrida war nicht nur ein Schreibender. Er war auch und vor allem ein Lesender. Rousseau, Hegel, Marx, Heidegger und viele andere bedeutende Denker der abendländischen Philosophiegeschichte wieder zu lesen und ihren Texten einen anderen, neuen Sinn abzuringen: Das war ein wesentliches Ziel des französischen Philosophen.
Entsprechend lassen sich auch Derridas wohl wirkmächtigste Schriften »Grammatologie« sowie »Die Schrift und die Differenz« (beide 1967) als Versuche beschreiben, durch die tiefe Auseinandersetzung mit großen Denkern vermeintliche Gewissheiten zu erschüttern – und auf diese Weise eine radikal andere Weltsicht zu ermöglichen.
Zu seinen Hauptwerken zählen »Die Stimme und das Phänomen« (1967), »Grammatologie« (1967), »Die Schrift und die Differenz« (1967) und »Randgänge der Philosophie« (1972). Sein wohl einflussreichstes Werk ist das 1967 erschienene Buch »Grammatologie«.
Weblink:
Derrida und die Dekonstruktion - philomag.de
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